Ratgeber · 2026-02-18 · 5 min Lesezeit

Achsvermessungsgerät kalibrieren: Wann, wie oft, wie genau?

Ein Achsvermessungsgerät ist nur so präzise wie seine Kalibrierung. Dieser Ratgeber zeigt, wann eine Kalibrierung fällig ist, welche Verfahren üblich sind und welche Nachweise Sie für Ihre Prüfmittelakte brauchen.

Wann kalibrieren?

Eine jährliche Kalibrierung ist Standard. Zusätzlich immer nach: Standortwechsel, Sturz von Messköpfen oder Targets, Reparatur oder auffälligen Messergebnissen. In Werkstätten mit hohem Durchsatz sind halbjährliche Kalibrierungen sinnvoll.

3D vs. CCD

3D-Systeme nutzen Kameras und Referenz-Targets an den Rädern; sie sind schnell und weniger anfällig gegenüber Erschütterungen des Zubehörs. CCD-Systeme messen direkt an den Radadaptern – hier ist die Justage der Sensorköpfe und der Zustand der Adapter besonders kritisch.

Was die Kalibrierung umfasst

Referenzmessung mit geprüften Normalen, Justage der Kameras/Sensoren, Prüfung der Zielhalter und Radadapter, Softwarestand und Kalibrierdatenbank. Am Ende steht ein rückverfolgbares Kalibrierzertifikat mit Datum, Messwerten und nächster Fälligkeit.

Häufige Fragen

Ist die Kalibrierung Voraussetzung für die HU-Anerkennung?

Für HU-relevante Prüftechnik (Bremsenprüfstand, SEG) ja. Achsvermessungssysteme fallen nicht unter die HU-Anerkennung, aber unter das Prüfmittelmanagement der Werkstatt.

Können Sie auch fabrikatsübergreifend kalibrieren?

Ja. Wir betreuen die gängigen Systeme (u. a. Hunter, Beissbarth, Hofmann, Josam) herstellerunabhängig.

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